Der Weinberg

Ein Vater sagte kurz vor seinem Tode zu seinen drei Söhnen: „Liebe Kinder! Ich kann euch nichts zurücklassen, als diese unsere Hütte und den Weinberg daran. In dem Weinberg aber liegt ein verborgener Schatz. Grabt nur fleißig nach, so werdet ihr ihn finden.“

Nach dem Tode des Vaters gruben die Söhne den ganzen Weinberg mit größten Fleiße um – und fanden weder Gold noch Silber. Weil sie aber den Weinberg noch nie so fleißig bearbeitet hatten, so brachte er eine solche Menge Trauben hervor, dass sie darüber erstaunten.

Jetzt erst fiel den Söhnen ein, was ihr seliger Vater mit dem Schatz gemeint hatte und sie schrieben an die Türe des Weinbergs in großen Buchstaben:

Die rechte Goldgrub´ ist der Fleiß –

für den, der ihn zu üben weiß.

(v. Schmid)

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